Dr.Eichenberg

Rückbiss

Rückbiss

Wenn der Unterkiefer im Verhältnis zum Oberkiefer zu weit zurückliegt

Von einem Rückbiss spricht man, wenn der Unterkiefer im Wachstum hinter dem Oberkiefer zurückbleibt. Dies beeinflusst nicht nur das Gesichtsprofil, sondern auch die Funktion von Zähnen, Kiefergelenken und Muskulatur.

Ein Rückbiss entwickelt sich häufig schleichend während der Wachstumsphase.

Funktion, Atmung und Kiefergelenke im Blick

Ein unbehandelter Rückbiss kann langfristig zu verschiedenen funktionellen Problemen führen, darunter:

  • Fehlbelastung der Kiefergelenke
  • Einschränkungen der Kaufunktion
  • Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
  • ungünstige Mundatmung
  • Auswirkungen auf Haltung und Muskelbalance

Gerade im Wachstum lassen sich diese Entwicklungen gezielt beeinflussen und stabil korrigieren.

Wieso verschieben sich die Zähne?

Ein Rückbiss entsteht häufig durch eine verzögerte Entwicklung des Unterkiefers. Zu den häufigsten Ursachen zählen genetische Veranlagung, Wachstumsstörungen des Kiefers sowie funktionelle Probleme der Mund- und Gesichtsmuskulatur. Auch Mundatmung, eine falsche Zungenlage und frühkindliche Gewohnheiten wie Daumenlutschen können die Kieferentwicklung negativ beeinflussen. Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen.

Wachstum gezielt aktivieren

Im Kindes- und Jugendalter lässt sich das Wachstum des Unterkiefers gezielt fördern. Je nach Alter, Wachstum und Ausprägung kommen unterschiedliche Behandlungskonzepte zum Einsatz, zum Beispiel:

  • funktionskieferorthopädische Geräte zur Aktivierung des Unterkiefers
  • Steuerung der Kieferlage während der Wachstumsphase
  • Kombination aus herausnehmbaren und festen Apparaturen
  • spätere Feinkorrektur mit Alignern oder Brackets

Die Therapie wird individuell an die Entwicklung Ihres Kindes angepasst.

Harmonische Kieferlage und stabile Funktion

Ziel der Rückbissbehandlung ist:

  • eine ausgeglichene Kieferrelation
  • Entlastung der Kiefergelenke
  • Verbesserung der Kaufunktion
  • Unterstützung einer physiologischen Atmung
  • langfristig stabile funktionelle Ergebnisse

Frühe Behandlung nutzt natürliche Wachstumsprozesse und kann spätere aufwendige Therapien reduzieren.

Wachstum nutzen – Entwicklung begleiten

Gerne besprechen wir gemeinsam, ob und wann eine Behandlung für Ihr Kind sinnvoll ist.